Gesäugetumor

Gesäugetumor bei der Hündin 

Gesäugetumore, auch als Mammatumore bezeichnet, zählen zu den häufigsten Tumoren bei Hündinnen.

Das Gesäuge der Hündin besteht aus zwei Milchleisten, die rechts und links der Bauchmittellinie liegen. Jede Milchleiste besteht aus 4 – 6 einzelnen Milchdrüsen. Es gibt also insgesamt 8 – 12 ZitzenOb eine Hündin im Laufe ihres Lebens Welpen gehabt hat, hat keinen Einfluss auf die Häufigkeit der Erkrankung.

Mammatumoren sind mit einem Anteil von fast 50% die häufigste Tumorerkrankung von Hündinnen. Die Brustdrüsen des Rüden sind sehr selten von Tumoren betroffen, eigentlich nur im Zusammenhang mit einem gleichzeitigen Auftreten von Hodentumoren.

Leider kann man einem Tumor nicht von außen ansehen, ob er bösartig ist. Oberstes Ziel einer Behandlung ist es, den schon entstandenen Schaden zu begrenzen und dem Hund einen Leidensweg zu ersparen. Um festzustellen, ob der Tumor schon Metastasen gebildet hat, ist eine Röntgenuntersuchung der Lunge und eine
Untersuchung der vielleicht schon geschädigten inneren Organe mit Hilfe einer Blutuntersuchung dringend
erforderlich.

Einzelne Faktoren scheinen die Entstehung von Gesäugetumoren zu begünstigen, meist handelt es sich allerdings um das Zusammenspiel mehrerer Einflüsse. Dazu zählen genauso genetische Prädispositionen einzelner Hunderassen, Hormonschwankungen der Hündin, Kontakt zu krebserzeugenden Chemikalien, Übergewicht der Hündin und psychische Faktoren wie z.B. anhaltender oder immer wieder auftretender Stress.

Immer wieder höre ich, dass eine Frühkastration- also vor der ersten Läufigkeit der Hündin,das entstehen von Gesäugetumore verhindern kann. Bewiesen ist dies nicht wirklich. Tierärzte empfehlen oft die Hündinnen bereits vor der ersten Läufigkeit zu kastrieren und stellen die Behauptung auf, dass bereits nach der zweiten Läufigkeit das Krebsrisiko enorm steigt. Ich kenne Hündinnen die einer Frühkastration unterzogen wurden, verhaltensauffällig wurden und dennoch im Alter von 7- 10 Jahren Gesäugetumore bekamen. 

Hinzu kommt, dass wir feststellen, das eine zu früh kastrierte Hündin sehr oft verhaltensauffällig wird. Diese Hündinnen haben oft ein sehr schlechtes Sozialverhalten besonders gegenüber Welpen und Junghunden.

Die gesunde Haltung und Ernährung eines Hundes, Vermeidung von Stress, Übergewicht und Vermeidung von Impfungen hingegen können das Krebsgeschehen im Körper des Hundes genauso eindämmen und das Risiko verringern.

 

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